Schnecken – müssen die sein?

Tatsächlich wird gerne vergessen, dass Schnecken einen Grund für ihre Existenz haben – und es ist nicht der, den Gärtner zu ärgern! Nein, eigentlich sind es sehr die überirdirschen Pondons der Regenwürmer. Sie sind eigentlich Aasfresser bzw. fressen eigentlich kranke und abgestorbene Pflanzenteile.

Warum jedoch zerfressen sie gesunde Pflanzen?

Weil diese oftmals nicht gesund sind – im Mindesten sind sie gestresst oder geschwächt. Dies kann durch zu viel oder zu wenig Regen, zu viel oder zu wenig Sonne, dem Anwachsprozess beim Auspflanzen oder andere Schädlinge geschehen.

Was aber tun, wenn man die Pflanzen schützen möchte, aber kein universelles Gift nehmen möchte, welches auch die Arten abtötet, welche die Eier von den schädlichen Arten fressen?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, welche zusammen einen großen Einfluss haben und Schneckenplagen vermeiden.

  • Ordung im Beet. Schade für viele andere Insekten, aber im Gewächshaus sehr gut vertretbar. Alte Blätter einfach entfernen, ebenso jedweder anderer organischer „Müll“.
  • Kaffeesatz sollte zum Beispiel immer zum Düngen genutzt werden – Koffein ist ein starkes Nervengift für Schnecken.
  • Kupfer scheinen Schnecken auch überhaupt nicht zu mögen. Sowohl Töpfe wie auch Kupferfiguren im Beet sollen helfen.
  • Metallbänder mit Strom um Hochbeete gespannt helfen sehr gut. Ein für Mensch und Hund nicht wahrnehmbarer Stromimpuls wird um das Beet geschickt und für Schnecken als unüberwindbare Barriere wahrgenommen.
  • Bier –> Aber bitte in Nachbars Garten! Stellt man Bier im eigenen Garten auf, muss man wissen, dass die Schnecken noch aus bis zu 500m Entfernung Bier riechen können – auf dem Weg dahin fressen sie alles kurz und klein!
  • Nützlinge fördern. Vogelarten, Kröten, Blindschleichen, Laufkäfern, Laufkäferlarven, Glühwürmchen und ihren Larven sowie Tausendfüßlern.
  • Sand oder Sägemehl als breiter Streifen verhindert das drübergleiten der Schnecken – erfordert aber viel Platz.
  • Schafwollmatten oder Streifen werden des Geruchs wegen schon gemieden und ein drübergleiten wird kaum je gewagt. Möglicherweise hilft auch schon Dünger aus Schafwolle.
  • Knoblauchextrakt 1:9 mit Wasser verdünnt und aufgesprüht führte zum sterben der Schnecken, welche von den behandelten Pflanzen fraßen.
  • Mediterane Kräuter, Koblauch und Co. helfen neben Schneckenempfindlichen Pflanzen gesetzt auch.

Übrigens:  Auch Schnecken haben Vorlieben, denn es ist einfacher ein weiches Blatt zu fressen als ein besonders Festes. Selten wird man Schnecken am Kirschlorbeer sehen – oft hingegen an bestimmten Funkien. Tatsächlich haben jedoch die Funkienzüchter Sorten gezüchtet, bei welchen das Laub so hart ist, dass Schnecken es meiden wo sie können.

 

 

Sofern sie Fragen rund um das Thema Schneckenbefall haben und/oder eine besonders schneckenunempfindliche Bepflanzung wünschen, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.